EINLEITUNG/ POSTEN 1

Linearwirtschaft ist Ressourcenverschwendung

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft werden sehr viele Rohstoffe verschwendet.

In der Schweiz befinden wir uns aktuell leider in einer Linearwirtschaft (Wegwerfwirtschaft). Nehmen wir als Beispiel unsere Mobiltelefone. Diese werden oftmals frühzeitig ersetzt, obwohl sie noch tadellos funktionieren. In diesen komplexen Geräten kommen vermehrt seltene Erden (Metalle) wie Gallium, Indum, Cobalt etc. zur Anwendung. Obwohl diese Elemente nur in kleinen Mengen eingesetzt werden, verursacht ihr Abbau in Minen eine hohe spezifische Umweltbelastung.

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Der Rohstoffverbrauch in der Schweiz ist sehr hoch, was auf die Zunahme der Bevölkerung, sowie das hohe Einkommen und der damit verbundene Konsum zurückzuführen sind.

Der Rohstoffverbrauch in unserem Land wird sich auch künftig weiter erhöhen. Dies ist zurückzuführen auf die weiter steigende Bevölkerung, die technologische Entwicklung, sich schnell verändernde Trends (Modetrends, neue Produkte) und um wieder auf die Mobiltelefone zurückzukommen, die stets neueren Produktgenerationen.

Recycling heisst so viel wie das Wiederverwerten und anschliessende Wiederverwenden von Materialien.

Möglicherweise leisten Sie zuhause einen Beitrag ans Recycling, indem Sie PET, Glas, ALU, Karton, Papier usw. separat entsorgen.  Recycling ist heute aber teilweise umstritten, da es nicht umweltoptimiert erfolgt. Die Ressourcen werden meist nur einmal oder maximal zweimal gebraucht. Viele Recyclingprodukte erreichen zudem nicht die gleich guten Eigenschaften wie neu gefertigte Produkte.

Bei der heutzutage weitverbreitetsten Form von Recycling, dem Downcycling werden Produkte wertmindernd rezykliert.

Beim Downcycling werden Materialien in neue, weniger qualitative, teils auch weniger gut funktionierende Materialien umgewandelt. Die Produkte werden ein- bis zweimal rezykliert und danach entsorgt. Als Beispiel entsteht aus weissem Papier das bräunliche Recyclingpapier, sprich es ist danach qualitativ, sowie auch optisch nicht vergleichbar.

Einige Materialien kann man leider nicht recyceln und sie müssen deponiert werden. Im Video erfahrt ihr mehr über eine Deponie und wieso die Fremd-, Schadstoffe dort sicher sind.

Fremd- und Schadstoffe, welche nicht mehr weiter aufbereitet beziehungsweise recycelt werden können, müssen in einer Deponie entsorgt werden. Jedoch ist das Deponievolumen in der Schweiz knapp.

Organische Abfälle werden thermisch verwertet.

Ein Grossteil unseres Siedlungsabfalles wird in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Durch das Verbrennen wird Energie erzeugt. Diesen Prozess nennt man thermische Verwertung. Die thermische Verwertung wird auch verwendet, um Sonderabfall sicher zu zerstören.