NEUBAU / POSTEN 9

Verdichten

Als Verdichten bezeichnet man das Nutzen freistehender Flächen und die Erhöhung der Baukubatur innerhalb bereits bestehender Bebauung. 

Durch diese Massnahme wird die Bebauungsdichte, also der Wohnraum je verbauter Fläche höher, was der Zersiedelung entgegenwirkt. 

Aus Sicht der Bauindustrie und Stadtplanung werden öffnende und limitierende Faktoren bei der Identifikation von nachverdichtungsfähigen Flächen unterschieden. Als „öffnend“ gilt die gute Nahverkehrsanbindung, bestehende Infrastruktur, insbesondere auch Nähe von Erholungsgebieten. Limitierend sind existierende Einschränkungen durch Denkmal-, Baum- und Naturschutz. Die Nachverdichtung kann u.a. erfolgen durch:

  • Schließen von Baulücken
  • Vervollständigung offener Bebauung zu geschlossener Bebauung, etwa Blockrandbebauung
  • Aufstocken von vorhandenen Bauten, Dachgeschossausbau u.ä. (mehr umbauter Raum)
  • Abriss vorhandener Bauten und Bau grösserer Bauten
  • Hinterlandbebauung (zum Beispiel im Garten langer Grundstücke)
  • Hofbebauung bzw. die Erweiterung von Bestandsbauten durch Hinterhäuser